Skulpturen im öffentlichen Raum

Koordinator (1969/70)  Schloßstraße/Donnerberg, Frintrop

 

Wir (1993) Germaniaplatz, Essen-Borbeck

Phönix (2006) Kreiskrankenhaus Nürtingen

Florescanda (2009) Leonberg am Engelbergturm

Sublimation I (2014) Leonberg auf dem Autobahntunnel

Skulpturenpark in Marl Emslandstrasse

Von Dr. Isabel Hufschmidt (Museum Folkwang, Essen)

Die drei “Großen Koordinatenköpfe” auch “Koordinatoren” genannt, von Max Schmitz, die der Bildhauer 2018 der Stadt Marl schenkte, stellen den Menschen nicht in den Mittelpunkt von Raum und Weltgefügen, wenn man es so nennen will, sondern erklären ihn, da selbst Materie, als Teil dessen. Wie alles um ihn herum, so ist auch der Mensch eine Gesamtheit an Maß, die Präzision und Abweichung verdeutlicht. Der hineinspielende Begriff der Koordinaten verweist ganz konkret auf die Praxis, Zahlen zu berechnen, mit denen sich Punkte im Raum, vornehmlich geographisch gemeint, festlegen und bestimmen lassen. Im Werk von Schmitz ist es ein Analogismus, um gleichzeitig auch die Wahrnehmung des umgebenden Gefüges durch den Menschen zu visualisieren. An den Figuren aus Corten-Stahl ist die Partie, wo man den Kopf verortet, in dünnen Stahlplatten in Horizontalen und Vertikalen verschiedener Länge und teilweise farbig gefasst, arrangiert. Die Sinne des Sehens und Hörens sowie der Akt des Sprechens, so abstrahiert sie auch hier erscheinen, konzentrieren die Intensität des Erlebnisses von Empfangen und Senden. Der Mensch wird zu einem monumentalen Transmitter in diesen drei Werken, die bis zu drei Metern Höhe messen. Durch diese Überdimensionierung wird der Mensch zum Signet seiner eigenen Wahrnehmung wie Verbindung zur ihn umgebenden Welt.

Würfel in Entfaltung (1985) Warmbronn Christian Wagnerhaus